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philippinen Report 2 2020 Burjatien/Russland: Ein Quintett gründet Gemeinden

Fünf Pastoren auf Gemeindegründungskurs
Bargusin. Ust-Bargusin. Kjahta. Gusinoosersk. Ulan-Ude. Ortsnamen, die Ihnen wohl zum ersten Mal ins Auge fallen; Orte in der Republik Burjatien, die Ihnen ebenfalls fremd sein dürfte. Unser Partner vor Ort erzählt uns:

Ich lebe und arbeite in Burjatien, im Russischen Föderationskreis Ferner Osten. Hier war in den Bezirkszentren bis vor wenigen Jahren keine einzige freie Kirche zu finden – ganz zu schweigen von den kleineren Städten und Dörfern, wo solche ohnehin fehlen. Das konnten wir – ein entschlossenes Team von fünf Pastoren aus den oben erwähnten Orten – nicht so stehen lassen. Also planten wir, zusammen mit dem Andreas Berglesow, diesem Mangel zu begegnen.

Nach ausgiebigem Recherchieren, Ausloten von Möglichkeiten und Suchen einer Unterkunft verschlug es mich und meine Familie vor vier Jahren nach Sakamensk, in die Nähe der mongolischen Grenze, wo wir uns in einer der raren Mini-Mietwohnungen sofort puddelwohl fühlten.

Ex-Junkies als Co-Worker
Wir waren da nicht auf uns allein gestellt. Unterstützung erhielten wir durch Ex-Junkies, die sich durch ein Rehabilitationsprogramm mit anschliessender Bibelschule gekämpft hatten. Männer, die wissen was es heisst, im Sumpf von Drogen und Alkohol abzusaufen und dann gerettet zu werden. Männer, die sich bewusst sind, wie dringend die Menschen Jesus brauchen. Evangelisten, die sich jetzt ihrerseits mit Herzblut in die Freisetzung anderer investieren.

Trampolin und Zäune
Zu Beginn haben wir wöchentliche Treffen mit Kindern organisiert, einem dankbaren Publikum, das wie wild auf dem eigens für sie erstandenen Trampolin herumgehüpft ist. So sind wir auch mit deren Eltern ins Gespräch gekommen. Darüber hinaus haben wir uns einfach zum Wohl der Stadt eingesetzt, wo dies gefragt war. Wir bauten Zäune, rackerten in Gemüsegärten, befreiten die Stadt von Müll und taten vieles mehr.

Die Kombination von tatkräftigem »Predigen«, Beten und Gottes Hilfe hat dazu geführt, dass sich unsere Gemeinde entwickeln konnte. Einige der Mitglieder haben bereits begonnen, Verantwortung mitzutragen. Sie setzen sich in verschiedenen Bereichen ein. Parallel dazu geben wir unsere wertvolle Botschaft auch verbal weiter, zweimal im Jahr mit Verstärkung durch Evangelisationsteams der Bibelschule in Angarsk. Ausserdem haben wir ein Betreuungszentrum eröffnet, wo bereits drei Frauen daran sind, ihre Suchtvergangenheit »abzustreifen«.

Vier Jahre liegen bereits hinter uns. In dieser Zeit haben wir – dank Gottes Hilfe und der Unterstützung von AVC – unsere Vision schon ein Stück weit verwirklichen können: eine Gemeinde mit Ausstrahlung in die graue Stadt hinein.