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Sibirien Report 1 2020Corona hat unsere Projekte erreicht

Die zum Schutz vor dem Corona-Virus angeordneten Massnahmen in unserem Land bedeuten Einschränkungen, in anderen Ländern bedeuten sie Tod. Wie immer sind die Ärmsten der Armen am stärksten betroffen.

Unser Mitarbeiter in Manila (Philippinen) schreibt:
»Für Millionen von Slumbewohnern in und um Manila ist die Ausgangssperre viel schlimmer als der Virus selbst. „Wir sterben nicht am Virus, sondern am Hunger“, so die Angst unter abertausenden Menschen, die als Tagelöhner oder Müllsammler sich das tägliche Geld für ein oder zwei karge Mahlzeiten verdienen. Sie leben von der Hand in den Mund, haben keine Geld- oder Nahrungsreserven, kämpfen auch ohne Viruspandemie ums Überleben. Neben dem Versorgungsproblem kommt dann auch noch das Hygieneproblem dazu. Wasser gibt es nur rationiert zwei Mal die Woche - zum Trinken. An Händewaschen ist gar nicht zu denken. Und soziale Distanz in Tondo, Manila, einem der am dichtesten besiedelten Ort der Erde mit über 65 000 Menschen pro Quadratkilometer, klingt wie ein Witz. Da das Gesundheitssystem nur für die Reichen ausgelegt ist, wäre ein ernster Verlauf der Infektion für viele ein sicheres Todesurteil.«

Unser Partner in Peshawar (Pakistan) hat ein Hilfsprojekt für christliche Familien gestartet. Christen, die in Pakistan ohnehin am Rand des wirtschaftlichen und sozialen Lebens stehen, sind von Krisen wie der jetzigen besonders betroffen. Wir helfen mit, dass 200 Familien mit Essenspaketen versorgt werden.